Themenwelt: Zahnerhaltung

Kreidezähne (MIH)

Kurz erklärt

Kreidezähne (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, MIH) sind eine Entwicklungsstörung des Zahnschmelzes. Der Schmelz ist unzureichend mineralisiert, wirkt kreidig-gelblich bis bräunlich und ist weicher. Betroffene Zähne – oft Backenzähne und Schneidezähne – sind empfindlich und kariesanfälliger.

Erkennung und Symptome

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kreidig-weisse, gelbliche oder bräunliche Flecken auf dem Schmelz
  • Betroffene Zähne sind oft temperaturempfindlich
  • Der weiche Schmelz kann leicht abbröckeln
  • Erhöhtes Kariesrisiko an betroffenen Zähnen

Bei MIH ist der Schmelz an einzelnen Zähnen fehlerhaft gebildet. Typisch sind klar abgegrenzte Verfärbungen, eine erhöhte Empfindlichkeit – etwa beim Zähneputzen oder bei Kälte – und ein Schmelz, der unter Kaubelastung abbröckeln kann. Die genaue Ursache ist nicht abschliessend geklärt; vermutet wird ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren während der Schmelzbildung.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und zielt auf Schutz und Erhalt der Zähne:

  • intensive Fluoridierung zur Härtung und Schmerzlinderung
  • Versiegelung oder Füllungen an betroffenen Zähnen
  • in schweren Fällen grössere Restaurationen
  • engmaschige Kontrollen und konsequente Mundhygiene

Wegen der Empfindlichkeit und des erhöhten Kariesrisikos ist eine frühzeitige, kindgerechte Betreuung wichtig.

Häufige Fragen

Was sind Kreidezähne?

Kreidezähne (MIH) entstehen durch eine Störung der Schmelzbildung. Der Schmelz ist weicher und kreidig verfärbt, die Zähne sind empfindlich und kariesanfälliger. Betroffen sind meist Backen- und Schneidezähne.

Sind Kreidezähne heilbar?

Die Schmelzstörung selbst lässt sich nicht rückgängig machen. Mit Fluoridierung, Versiegelungen, Füllungen und guter Mundhygiene lassen sich die Zähne jedoch schützen, Beschwerden lindern und erhalten.

Sind Kreidezähne kariesanfälliger?

Ja. Durch den weicheren, teils porösen Schmelz haben betroffene Zähne ein erhöhtes Kariesrisiko. Intensiver Schutz durch Fluorid und engmaschige Kontrollen sind daher besonders wichtig.

Fachlich geprüfter Beitrag Dieser Artikel wurde von der Opti-Dent-Redaktion erstellt und zahnmedizinisch geprüft. Letzte Aktualisierung: 9. Oktober 2026. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.